Vielfalt in der Fotografie

Der Fotograf sieht die Welt durch ein Rechteck, außen herum ist alles schwarz. Die Kunst besteht darin, die Vielfalt unserer Welt mit diesem Rechteck einzufangen, zu entscheiden, was kommt ins Rechteck und was bleibt draußen. Die Bildbearbeitung schließt sich an, in mehr oder minder großer Intensität.

Entscheidend ist für mich der Akt des Fotografierens – die Überlegungen zu einem neuen Projekt, die Suche nach geeigneten Motiven, dann das befreiende Gefühl beim Drücken des Auslösers und schließlich die kreative Nachbearbeitung. Natürlich tut es gut, wenn meine Bilder gefallen.

Meiner Ansicht nach benötigen Fotos zunächst einmal keinen Titel, ich verstehe einen Titel als Interpretationshilfe. Interpretieren sollte ein Foto allein der Betrachter. Ein Titel mag aber angemessen sein, wenn er der Information dient, bei Landschaft- und Architekturfotos und bei Fotos von Tieren und Pflanzen.

Eine ganz andere Art der „Bild-Erzeugung“ ist die Suche nach den passenden Prompts als Input für Bildgeneratoren. Sicher auch ein kreativer Akt, aber irgendwie weniger handwerklich.

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