Texte
Unzählige Fotos fristen im Dunkeln der Festplatte ihr kärgliches Dasein. Also raus ans Licht der Öffentlichkeit. Ein Großteil meiner Fotos dient der Dokumentation und Erinnerung und ist bei Fotos & Berge zu sehen. Den anderen Teil, mein Portfolio, gliedert der ordentliche Mathematiker nach Themen.
Wer will schon zum alten Eisen gehören? Ausgedient und verbraucht – sind gängige Assoziationen. Mag ja sein, dabei hat altes Eisen auf jeden Fall optische Reize, und die Frage nach dem ehemaligen Einsatzzweck umgibt das alte Teil mit einer Aura des Geheimnisvollen.
Landschaftsfotos versammeln sich hier.
Fenster sind wie Augen, sie schauen dich an, manchmal sind die Lider geschlossen, manchmal sind sie verführerisch geschminkt, manchmal stumpf und leer, und die Frage mag sich stellen, was ist dahinter.
Das irdische Geschehen verlangt immer die volle Aufmerksamkeit – im Großen wie im Kleinen. Als kurze vorübergehende Entspannung mag der Blick nach oben dienen, der – so er keinen Halt in den Wolken oder Sternen findet – bis ins Unendliche reicht.
Das Motiv ist ein kleiner Spiegel, einen Ausschnitt irgendwo aus seiner Umgebung reflektierend. Was will ich damit Philosophisches sagen? Es schadet mir nicht, ab und an auch in einem überschaubaren Bereich den Blickwinkel zu wechseln, eine andere Position einzunehmen und von dort auf mich zu schauen, unvoreingenommen. Sehen, was ist. Der Spiegel wertet nicht, urteilt nicht.
Zugegeben, es macht schon Spaß – mit der Drohne unterwegs zu sein, das Navigieren in den Lüften mit dem Blick nach unten über das Display der Fernsteuerung. Ich darf das Fotografieren nicht vergessen. Geeignete Motive zu finden ist allerdings nicht so leicht. Zu beachten sind insbesondere auch die technischen Möglichkeiten des fliegenden Auges.
Ohne Worte.
Bei den Einzelstücken finden sich Bilder, die (noch) nicht zum Ausgangspukt einer Serie geworden sind. Also Schnappschüsse, in einem arrangierten Setting entstandene Fotos und Ergebnisse der Bildbearbeitung.
Eine zufällig entstandene Serie, der erste Hochsitz ist nicht lange allein geblieben. Inzwischen gibt es einen umfassenden Überblick über Hochsitze, der ständig erweitert wird. Was wir bemerken – die verschiedenen Bauweisen: aus Eisen, aus Holz, auf Rollen gelagert, zum Grenzschutz geeignet – die Lage: in offenem Gelände, versteckt zwischen Bäumen, im Schilf – das Alter: der Zahn der Zeit zeigt sich auch bei Hochsitzen.
Knospen verkörpern den Frühling, „auf ein Neues“ verkünden sie voller Optimismus. Der Kreislauf des Lebens geht immer weiter (wissen wir natürlich alle, dennoch hebt sich die Stimmung, wenn nach dem Winter die Bäume wieder grün werden und die Wiesen erblühen).
Eine Kombination aus Sinnsprüchen und Bildern. Das Foto soll die Aussage des Textes unterstützen.
Der morbide Charme hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Alten Eisen. Dort steht allerdings das Bunte im Vordergrund, während hier die Vergänglichkeit nicht zu übersehen ist.